Analytic Psychocatharsis

... combining meditation with science

Welcome to Analytic Psychocatharsis - Willkommen zur Analytischen Psychokatharsis

Jeanne D'Arc und die Queerness

Jeanne D’Arc, die Jungfrau von Orleans, war – so würde man es heute zumindest auch sagen dürfen – eine queere Figur. Das liegt schon einmal an ihrer Neigung zur Männerkleidung und ihrem Streben nach männlichen Heldentaten, auch wenn man dies alles – ebenso nach heutiger Manier – als harmlos neurotisch einstufen könnte. Ich will auch ihrer Größe keinen Abbruch tun. Bekanntlich hörte sie schon als Kind ‚Stimmen‘, die ihr anfänglich zu verstärktem Glauben an Gott und an die Kirche rieten. Später erschien ihr jedoch ein Mann mit ‚schneeweißen Flügeln‘, der sich als Erzengel Michael entpuppte und sie zum Kampf gegen England aufrief. Er war es, der ihr dann auch versprach, wo sie sich Männerkleidung besorgen und wie sie zum König gelangen könnte. Strenger Katholizismus und Männerherrschaften bestimmten damals das Leben, und so nahm alles zuerst seinen typischen, zeitgetreuen Verlauf, den man damals zurecht nicht als queer bezeichnete. Derartige Bezeichnungen kannte man noch nicht. Aber ungewöhnlich, seltsam und für die Eltern sicher besorgniserregend war Jeanne D’Arcs Auftreten durchaus.

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Siri Hustvedt und Lacan

Siri Hustvedt ist bekannt für ihre phantasievollen Ro-mane, die oft mit Hinweisen auf Neurowissenschaft, Psychiatrie, Philosophie und Psychologie reichlich un-termauert sind. In ihren Büchern kommt sie meist auch selber vor und viele Gestalten aus ihrer Herkunftsfamilie spielen wichtige Rollen. In dem Buch ‚Die Leiden eines Amerikaners‘ ist ihr alter ego nicht nur Eric, ein Psychi-ater, mittels dessen Menschlichkeit und Fachwissen sie alle ihre Kenntnisse anwenden und den vielen gestörten Menschen, für die sich stets interessiert, Raum geben kann. Auch in anderen Figuren spiegelt Siri Hustvedt sich und ihren Vater, dessen Originaltagebuch sie als wichtigen und interessanten Nachlass von Erics Vater verwendet. Viel Neurotisches, Seltsames und Geheim-nisvolles passiert in diesem Buch und machen es span-nend.

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Sirri Hustvedt, Frauen Literatur I

Die Romane von Siri Hustvedt sind spannend zu lesen. Sie sind, wie ich schon erwähnte, voll von Geist, Neurowissenschaft, Kunsttheorie, Feminismus, Genderdiskussion, und zig anderen Bereichen, die alle von großer Belesenheit zeugen. Auch in einem ihrer letzten Bücher ‚Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen‘ geht es wieder um die Thematik Mann und Frau. Die Autorin hat zu den Malern M. Beckmann und W. de Kooning sowie zum Schriftsteller O. Knausgard kritisch Stellung bezogen und deren einseitige und hoffnungslos Männer orientierte Lebensanschauung offen gelegt. Man muss nicht Feminist sein, um die rüde Machoart der Genannten zu verurteilen. Freilich hätte sie bei einer Untersuchung der Maler P. Klee, F. Marc und G. Richter wahrscheinlich freundlichere Ergebnisse zu Tage befördert, doch das ist kein ausreichend gutes Argument.

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