Analytic Psychocatharsis

... combining meditation with science

Katharsis

Denn wenn die Kombination, der Knoten dieser beiden Grundkräfte –triebe zu eng, zu fixiert, zu sehr ins reine STRAHLT gekippt ist, muss eine Wiederholung stattfinden, um den Knoten zu lockern oder zu lösen. Meist gelingt dies mit der klassischen Psychoanalyse nicht. Diese Vorgänge sind zu elementar, „präödipal“ wie man im Fachjargon sagt (also bevor sich der Ödipuskomplex bildet). Dagegen wird z. B. in anderen psychotherapeutischen Verfahren wie etwa dem autogenen Training, der Verhaltenstherapie oder der Meditation eine bewusste Wiederholung eingesetzt: die Wiederholung durch Üben, die Lern-Wiederholung. Hier wird dann vorausgesetzt, dass der Therapeut einen besseren Knoten des STRAHLT / SPRICHT zur Verfügung hat, und man diesen eben solange wiederholt einüben muss, bis die zu enge Fixierung aufgehoben wird. Man spürt hier schon, dass man dafür mehr vom Therapeuten abhängig ist.


Umgekehrt – um die Theorie vorerst abzuschließen – verhält es sich beim Übertragungsvorgang. Hier verbleibt man zu sehr im SPRICHT, denn solange man miteinander redet, ist die Übertragung nicht ganz aufgelöst. Immer neue Bedeutungen werden produziert, und deswegen konnte ich vorhin bei der SPRICHT-Übung vom Auftauchen befremdlicher Gedanken, aus der Tiefe kommender Sprüche und Ähnlichem philosophieren.



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