Analytic Psychocatharsis

... combining meditation with science

Welcome to Analytic Psychocatharsis

Einführung in die Analytische Psychokatharsis mit Bildern

In vor ein paar Jahren gehaltenen Vorträgen benutzte ich das folgende Manuskript. Da es immer wieder angefordert wurde, lege ich es hier nun im Druck vor. Es geht um ein Verfahren, das in vielen Aspekten der Psychoanalyse entnommen ist, in der Praxis jedoch den Charakter eines meditativen Übungsverfahrens hat. Vielen Menschen erscheint Psychoanalyse und Meditation als gegensätzlich; sie sind aber nicht widersprüchlich. Im Gegenteil, in vieler Hinsicht bestehen gleiche Gegebenheiten. So soll der Psychoanalytiker mit „gleichschwebender Aufmerksamkeit“ zuhören, während der Analysand „frei assoziieren“ soll. Der frei Assoziierende spricht unzusammenhängend vor sich hin, ja manche Therapeuten haben schon gesagt, er solle „unter sich sprechen“, also die Worte fallen lassen wie ein Baum seine Blätter. Es ist also eine meditative Art, eine Form der Beinahe-Trance, so zu reden. Nicht anders verhält es sich beim Analytiker. Er muss von vornherein wie in halber Trance dasitzen und gerade noch so wach sein, dass er hören kann, „gleichschwebend“, was sein Klient sagt.

Die obenstehende Abbildung zeigt ein im Kreis auf ein Hyperboloid geschriebens Folrmel-Wort, ein zentrales Element der Analytischen Psychokatharsis.

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ENS-CIS-NOM, thematische Einführung

Der Bereich dieser Wissenschaft umfasst drei Aspekte: einen praktischen (Analytische Psychokatharsis), einen theoretischen (Konjekturales Denken) und einen umfassenden allgemeinen Aspekt (einen subjektbezogenen, nicht vordergründig politischen und daher Oekopsychoanalyse genannt). ENS-CIS-NOM ist ein Überbegriff für diese drei Aspekte, der absichtlich so rätselhaft klingt, seine Lösung jedoch nicht versteckt, sondern vielmehr das Wesen dieser Wissenschaft besonders konzentriert in sich birgt.

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Warum Analytische Psychokatharsis

Die Psychoanalyse sei keine Wissenschaft im ganz strengen, sachwissenschaftlichen Sinne, meinte J. Lacan. Aber sie sei unwiderlegbar, weil sie außer Theorie auch noch Praxis ist. Doch seit Freuds Entdeckung des Unbewussten und der Möglichkeit von dessen Enthüllung ist die Praxis wieder in den Hintergrund getreten, was freilich auch mit einem Mangel an einer neuen theoretischen Fassung zusammenhängt. Die Psychoanalyse ist in ihrer Anwendung langwierig und umständlich geworden, aber eben doch unwiderlegbar präzise. Das Verfahren der Analytischen Psychokatharsis erreicht durchaus Einfachheit und Klarheit wie auch die Wissenschaftlichkeit durch einen Ausgangspunkt, der als grundlegend für alle Bereiche (Wissenschaft, Kultur, „Spiritualität", etc.) gelten kann. Er ist in vielen Teilen der Psychoanalyse entnommen, jedoch reduziert auf ihre Grundelemente und somit nicht so kompliziert-komplex (später werden einige theoretische Aspekte notwendig sein, die aber für die Anwendung des Verfahrens nicht für jeden gleich wichtig sind). - Das nebenstehende Bild zeigt ein FORMEL-WORT um einen Torus geschrieben - siehe Erklärungen später -.

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Theoretische Kurzfassung für die Analytische Psychokatharsis

 

Die Analytische Psychokatharsis ist ein psychotherapeutisches Ver-fahren, das von der Psychoanalyse abgeleitet, in der Praxis jedoch mit meditativen Verfahren  verbunden ist. Eine derartige Verbindung war bisher nicht denkbar, da man die Psychoanalyse sowohl von ihrem theoretischen Ansatz als auch als interaktive Zwei-Personen-Methode nicht mit einer Meditationsübung in Zusammenhang brin-gen konnte. Es gab zwar reichlich Versuche in diese Richtung, etwa zwischen Zen und Psychoanalyse, es war aber keine dieser Bemü-hungen plausibel und erfolgreich. Im Zentrum der Analytischen Psychokatharsis stehen sogenannte formelartige Kurzsätze, die je-doch keinen unmittelbaren Sinn haben. Dies ist aber nicht deswegen der Fall, weil sie wider- oder unsinnig wären, sie sind vielmehr überdeterminiert (ein Ausdruck Freuds für die Mehrfachbedeutung von Traumsymbolen), sie haben also eher mehrfachen Sinn als zu wenig oder keinen. Überdeterminierung gibt es auch in anderen Be-reichen der Psychoanalyse, z. B. beim Versprecher. Hier steht der Sinn, den man ausdrücken wollte anderen Sinnbedeutungen gegen-über, die unbewusst sind.

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Why Analytic Psychocatharsis

 

Why 'Analytic Psychocatharsis?
The Greek word 'kathairo' (καθαiρο) means as much as: to wash clean, or cleanse. An important effect results from applying it to (a new) psychotherapy in that it develops a directly noticeable liberation, or cleansing, something that is a slightly affective experience (such as Moksha, or Samadhi in yoga). Another aspect is the psychoanalytic cognizance that is included, something more intellectual. Thus, the adjective ‘Analytic’.
Analytic Psychocatharsis does not deal with the usual treatises which e. g. explain depressions by wrongly developed feelings, give a couple of warm-hearted advices and recommend a positive thinking. It is not a booklet in the form of a simple adviser. Also other representations of more ambitious but so-called 'alternative' psychotherapeutic methods disassociate themselves from this text here. Because such a reading often has the disadvantage, that it is indeed simple and clear like different descriptions of meditation, conversation and diversion therapies but does not show sufficing scientific grounds.

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Analytic Psychocatharsis - A new method in Psychotherapy

 Almost any physical illness also has an aspect that pertains to the nervous system, the psyche, the unconscious, or however you would choose to name it. Since all of the physical functions are 'mirrored' in cerebral activities, physicians claim, that any illness will have a corresponding focus point in the brain, which would collaborate with the illness. Scientifically, such a focus point has failed to be found, though it may well be imagined as being similar to a psychosomatic disturbance. Perhaps the expression 'focus point' is only overly mystical, just too simplified. After all, it pertains to a collaboration of 'mirroring' nerve cells or mental dazzles, as mentioned in footnote l, and these cannot be measured. Maybe it would be best to speak of a strictly unconscious structure or of the unconscious as such, as does the founder of psychoanalysis, S. Freud. Simultaneously, we could assume it to be in an undetermined form and without the support of neurology or purely academic psychology.

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Sex: die aggressive Form der Liebe

Schon die Freudschülerin M. Klein hatte erkannt, dass der sogenannte Ödipuskomplex sich vor dem Hintergrund einer primären Aggressivität abspielt. Er beinhaltet nicht nur den Konflikt einer Liebe zum gegenge-schlechtlichen und des Hasses zum gleichgeschlechtlichen Elternteil. Vielmehr drückt er auch schon früh aus, dass auch in den späteren Beziehungen, nachdem man sich vom Elternhaus gelöst hat, in die erotische Gefühlswelt sich aggressive Elemente einschleichen. Ein Kern des Sexuellen bleibt mit dem Aggressiven verbunden.
Freud war noch davon ausgegangen, dass es neben den Eros-Lebenstrieben auch einen Destruktionstrieb, ja Aggressions- oder Todestrieb geben müsse. Aber ein aktiver, mit libidinöser Kraft besetzter Trieb kann das Geschehen zum Tod nicht sein. J. Lacan stellte schon in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts fest, dass die Aggressivität aus frühen Identifizierungsmodi stammt. Wir nehmen uns mit etwas identisch wahr, doch bei diesem signifikanten Zug der Identifizierung bleibt ein Rest von diesem Etwas, der sich dann als negativ, störend und somit zur Aggression führend erweist.

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Die zutreffendste Wissenschaft

Die Jagd nach der zutreffendsten Wissenschaft

Es kann nicht um die höchste, wichtigste, beste Wissenschaft gehen, wenn man sich nach dem Fortschritt, der Relevanz und Bedeutung unter den bestehenden Wissenschaften fragt. Es muss um diejenige Wissenschaft gehen, die jedem einzelnen ermöglicht das Gesamt der Wissenschaften zu überschauen und zu ordnen, richtig einzuschätzen und zu verwenden (oder ihrer Verwendung zuzustimmen), also um diejenige, die einfach auf die entscheidenden Probleme von hier und heute eingehen kann und für die Gemeinschaft der Menschen Gültigkeit hat. Kurz: um die auf alle genannten Punkte zutreffendste und an vorderster Front der allgemeinen Bedeutung stehende Wissenschaft.

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Der runde Satz

Unsere Religion ist in einer Krise. Schon lange hat der Glaube nicht mehr den Wert wie früher, und für die seelische Gesundheit gehen wir heutzutage zum Psychoanalytiker und nicht mehr zum Pfarrer. Vor allem ist uns eine klare Auffassung dessen abhanden gekommen, was man das Jenseits nennt oder nannte. Der Philosoph Michel Foucault sagte daher auch, Gott wohnt nicht im Jenseits unserer Gedanken und Vorstellungen, sondern im Diesseits unserer Sätze. Wenn wir unsere Sätze so hinbringen, dass sie in ihrer Logik derart fein formuliert oder in ihrer Aussage in sich poetisch oder gar kontrapunktisch philosophiert sind, würde aus diesen Sätzen ein göttlicher Funke heraussprühen und wir eine verstaubte Gottesidee gar nicht mehr brauchen.

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